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Himmelhund geborgen
 
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hans
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BeitragNO:0  Verfasst am: Di 08 Nov, 2011 08:26    Titel: Himmelhund geborgen  Antworten mit Zitat

Rursee - ein künstlicher See, genau gesagt ein Stausee in der Nordeifel. Aufgeteilt in Ober- und Hauptsee getrennt durch eine Staumauer. Obersee = Trinkwasser, Hauptsee = Wasserspeicher und Segelgewässer.
Dieser Jahr im Hauptsee seeeehhhhrrrrr wenig Wasser und das war der Grund für eine besondere Aktion nach 25Jahren.




Woffelsbach. An die Regatta um das «Hackebeil vom Rursee» im Sommer 1986 kann sich Roger Sacha noch ganz präzise erinnern. Bei einer Wende in der Woffelsbacher Bucht kenterte die in der Piratenklasse startende Segeljolle namens «Himmelhund», die er gemeinsam mit Steuermann Jens Moecke bei dieser Wettfahrt und ordentlich Wind manövrierte.
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Ein solches Unglück gehört für den Segler zum sportlichen Alltag, aber unglücklicherweise wurde in der Hektik des Geschehens die Inspektionsluke im Boot durch einen Fußtritt zerstört, und das für den Segelclub Bonn startende Boot lief voll Wasser. Verzweifelte Rettungsversuche schlugen fehl, das Boot versank, während es den beiden Besatzungsmitgliedern haarscharf gelang, sich zu retten.

25 Jahre später, an einem sonnigen Novembertag, steht Roger Sacha auf dem Steg des Yacht-Clubs Rursee und sieht einer hochspannenden Aktion entgegen. Taucher wollen das Wrack bergen und es nach einem Vierteljahrhundert vom Rurseegrund wieder an Land bringen.

Am späten Nachmittag ist es dann soweit: Der «Himmelhund» kommt ans Tageslicht. Das einst strahlend weiße Segel ist braun verschlammt, aber anhand der Nummer lässt sich das rund fünf Meter lange Boot eindeutig identifizieren. Der Rumpf aus Kunststoff ist noch erhalten, der Mast ist beim Hochziehen abgeknickt.

«Das ist ein ganz besonderer und emotionaler Moment», sagt Roger Sacha, erst recht als er das kleine am Bug angebrachte Maskottchen entdeckt, das ebenfalls die 25 Jahre unter Wasser schadlos überstanden hat. Segel-Kollege Jens Moecke wäre auch gerne bei der Bergung am Start gewesen, doch befindet er sich derzeit in der Schweiz.

In knapp 17 Metern Tiefe

Dabei hatten die Unterwasser-Spezialisten vom Tauchclub Düren und vom Kreuzauer Tauchclub, die mit einem Dutzend Aktiver vor Ort waren, nach einer ersten Inspektion des Wracks schon abgewunken und keine Chance auf Bergung gesehen. Was sie mitbrachten, waren lediglich einige Fotos. «Da liegen tonnenweise Schlamm im Boot», berichtet Uwe Vogel, Tauchlehrer des Kreuzauer Tauchclubs.

Aber dann gelingt es doch, den in knapp 17 Meter Wassertiefe ruhenden «Himmelhund» mittels luftgefüllter Hebesäcke wieder ans Tageslicht zu bringen. Trotz extrem schlechter Sicht im durch feine Sedimente getrübten acht Grad kalten Wasser gelingt es, auch mit Hilfe eines am Mast befestigten Seils, das Wrack fast unversehrt zu bergen. Der extrem niedrige Wasserstand des Rursee begünstigte die Berggung natürlich erheblich.

Nun liegt das Boot wenige Meter vom Ufer entfernt am Steg gesichert und dürfte so manchen Schaulustigen ans schlammige Rurseeufer locken. Die Jolle, die damals einen Wert von gut 5000 Mark besaß, soll dem Segelclub Bonn übergeben werden.

Anerkennende Worte aller Beteiligten gab es für die Taucher und deren aubere Leistung. Dabei war die Aktion am Rursee in erster Linie als Übung deklariert worden. «Wenn es uns dabei gelingen sollte, das Wrack zu heben, ist das um so besser», sagte Horst Lambertz, der 1. Vorsitzende des Dürener Tauchclubs noch am Morgen mit gebotener Zurückhaltung.

Als Taucher vor gut zwei Wochen Ankerseile an einem Steg des Yacht-Clubs überprüfen wollten, stießen sie zufällig auf das Wrack und markierten den Fundort mit einer Boje. In der Vergangenheit hatte es bereits mehrere erfolglose Versuche gegeben, das gekenterte Segelboot zu finden.

Für Roger Sacha jedenfalls war es ein ganz besonderer Tag, nach 25 Jahren sein altes Segelboot wiederzusehen. Sein aufrichtiger Dank galt den Tauchern, die ihm einen Wunsch aber leider nicht erfüllen konnten. Die damals im Boot befindlichen Autoschlüssel konnten nicht mehr ausfindig gemacht werden.
entnommen aus AZ vom 08.11.2011


Vielleicht auch mal zu überlegen ob man so wichtige Sachen wie Autoschlüssel, Papiere und ....... in wasserfesten Beuteln mit einer leichten Luftblase während der Fahrt verstaut, in der Hoffnung das wenigsten das nach oben treibt.
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Warum fahre ich kein Schlauchboot mehr ? ! Weil man muss bei denen alle paar Jahre einen größeren Motor dran machen, damit es überhaupt noch fährt. :-)
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