Motorschaden Suzuki DT65
Wähle Nachricht von
# bis #
[/[drucke]\]

Wiking-Schlauchbootclub e.V. - WSC -> Motoren
#1: Motorschaden Suzuki DT65 Autor: AdriapilotWohnort: Sulzbach (Taunus) BeitragVerfasst am: Sa 06 Jan, 2018 12:39
    —
Bei der vergangenen Ausfahrt auf der Donau Ende September, Anfang Oktober ging mein Suzuki DT65 nach kurzer Vollgasfahrt auf Block. Man schleppte mich kurzerhand zurück in die Marina Saal.
Eine erste Begutachtung stärkte die Vermutung, dass ein Kolbenfresser wohl die Ursache ist. Zuhause, bei einer gründlicheren Untersuchung, stellte ich fest, dass der untere Zylinder, im Gegensatz zu den 2 Oberen, keine Reaktion zeigte, wenn man an der Schwungscheibe rüttelte. Meine Diagnose lautete also, „der Untere Zylinder ist fest!“
Auf der Suche nach einem "neuen" Motor wurde ich bei einer Werkstatt in Hannover-Langenhagen fündig. Ebenfalls ein Suzuki DT65. Wir einigten uns darauf, nur den Motorkopf zu tauschen und den Schaft zu belassen. Nachdem der Motorkopf gewechselt war und der erste Startversuch unternommen wurde, drehte der Motor nicht durch. Batterie gewechselt, das gleiche! Nach einigen ratlosen Momenten trennte der Mechaniker den unteren Teil des Schafts, mit dem Getriebe und der Antriebswelle, vom Schaft des Motors. Nun drehte der Motor tadellos durch!

Die letztendliche Schadensdiagnose lautete nun, „der Motor selbst ist in Ordnung, das Getriebe ist defekt!“

Nach dem Tausch des Getriebes wurde der „neue“ Motor erfolgreich in der Wassertonne getestet.

Bei der Erneuerung des Rumpfes, im vergangenen Mai in der Wiking Werft, wurde unter anderem das Getriebeöl gewechselt. Herr Kaulhause zeigte mir noch das Altöl, das offensichtlich mit Wasser versetzt war. Als noch unerfahrener Motor-Wasser-Sportler konnte ich daraus leider keine Rückschlüsse ziehen.
Das Boot lag bis dato 4 Wochen vor Kroatien im Wasser und war zum Zeitpunkt des Schadenfalls gut 20 Stunden gefahren. Hierbei muss das Getriebe so viel Wasser gezogen haben, das letztendlich keine Schmierwirkung mehr vorhanden war und es auf Block ging.

Mein Fazit daraus lautet nun, nach jeder Fahrt, kurz die Ölablassschraube leicht öffnen und feststellen, ob Öl oder gar Wasser austritt.

Nun warte ich sehnsüchtig auf den Frühling um den „neuen“ Motor endlich im Wasser zu testen.

Viele Grüße
Gerhard

#2:  Autor: rg3226Wohnort: 46147 Oberhausen BeitragVerfasst am: Sa 06 Jan, 2018 15:15
    —
Hallo Gerhard

Wenn das Getriebe Oel damals so schlecht ausgesehen hat dann hätte man das Getriebe neu abdichten müssen.
Und wenn das Getriebe so viel Wasser zieht ist es aber höchste Eisenbahn.

Bei Austausch des Impellers sollte man sich das untere Lager und den Simmering der Antriebswelle ansehen und prüfen.



Wiking-Schlauchbootclub e.V. - WSC -> Motoren


output generated using PrinterFriendlyTopicView

Seite 1 von 1

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group