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Verhalten auf dem Wasser gegenüber der Berufsschifffahrt
 
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hans
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BeitragNO:0  Verfasst am: So 13 Nov, 2011 09:02    Titel: Verhalten auf dem Wasser gegenüber der Berufsschifffahrt  Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

ich habe mich in die "Höhle" des Löwen gewagt und suchte den Kontakt zu Binnenschiffern, Berufskapitänen und zu "Offiziellen". Mit letzterem ist das Schleusenpersonal der WSA's gemeint.
Mich interessierte insbesondere das Wunschverhalten bei Veranstaltungsfahrten auf Binnengewässern, genau gesagt auf Flüssen und Kanälen.

Die Wünsche der Damen und Herren, die die Wege beruflich nutzen, worauf wir uns hobbymässig tummeln.

- alle an einer Seite vorbei
- Kiellinie Shocked , doch keine Erfindung des WSC Mr. Green Wink
- bei größerer Kolonne kurz Bescheid geben
- Blaue Tafel beachten, bei Kolonne
- unsere alten Hasen sollen ihre Erfahrungen den Newcomern vermitteln
- mal auf den gewaltigen Wellenschlag achten
- den fast 300m langen toten Winkel beachten, will heißen…..
vor dem einscheren so 400-500 m Abstand halten (Tipp seht ihr das gesamte Steuerhaus, sieht er den Sportbootfahrer auch)
- Nutzung vom Binnenfunk in Kurzform
- tiefliegende Berufsschiffe (Ladung) können durch Sportbootwellen Ausrüstungsgegenstände verlieren,
- dichtes Vorbeifahren an ankernden Berufsschiffen vermeiden. Grund: Neben dem Ankerkasten schläft meistens der Matrose und Ankerketten sollen dann gut „knallen“,
- Wellenschlag vermeiden an Hafeneinfahrten oder an See-/Flusstankstellen.

Beim Schleusen:

Erst einfahren, wenn das Binnenschiff festliegt und ausfahren, wenn das Binnenschiff
die Schleuse und das Vorbecken verlassen hat.

Aussagen:
Es hilft keinem schnell rein, im Strudel des Binnenschiffes zu kollidieren und dann müssen
alle auf die WSP warten.

Wünsche ehemaliger Berufsschiffer, heute Freizeitkapitäne
- Fährt ein Verdränger im Uferbereich, versucht er mehr Fahrt auf Grund des geringeren Tiefganges zu machen. Nicht zu dicht vorbeifahren, denn jede Welle bremst wieder, (ehemaliger Beurfsschiffer, heute Freizeitkapitän)
- Sportbootfahrer von anderen Sportbooten gebührenden Abstand halten und ruhig mal nach hinten schauen welche Wellen sie erzeugen und damit andere Boote manchmal extrem durchschaukeln.



So und dann war da noch die Sache mit dem Wellenschlag.

Für so manchen im weißen Hemd mit blauer Hose eine ganz eindeutige Sache. Wer zu schnell fährt, macht auch zu hohen Wellenschlag. Soll so um die 35 Euro kosten, habe ich mir sagen lassen. Laughing
Ich habe die Frage nach Wellenschlag mal Jemandem gestellt, der es wissen müßte, da er ja die Regel erstellt. Dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Na, ob es dann nur an der Geschwindigkeit liegt ? Schaut selber. Oder ob das Durchrauschen einer Tretboot und Ruderboot-Gruppe zum Einfangen von ein paar harmlosen Wassersportlern, mit "ob eine damit einhergehende Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer im Verhältnis zur Wahrnehmung der Aufgaben gerechtfertigt ist" steht, das entscheidet selber.


Sehr geehrter Herr Daniels,

vielen Dank für Ihre E-Mail, die ich wie folgt beantworte:

Eine allgemeingültige Antwort darauf, wann bei Wellenschlag oder
Sogwirkung eine Gefahr entsteht, gibt es nicht. Dies hängt vom
jeweiligen Einzefall ab und wird von vielen Faktoren beeinflusst. Dies
können die örtlichen Verhältnisse sein, z.B. Beschaffenheit der Ufer
(natürlicher Bewuchs oder Spundwand), Breite der Wasserstraße,
vorhandene Bauwerke, Fahrrinnentiefe, aber auch entsprechende Merkmale
des Fahrzeugs wie z.B. der eingesetzten Maschinenkraft, der Abladung
oder - wie Sie selbst ausführen - der eingesetzte Fahrzeugtyp.

So ist z.B. auch entscheidend, ob es sich um einen Berg- oder einen
Talfahrer handelt. Der Talfahrer kann z.B. seine Geschwindigkeit nicht
erst auf kurze Entfernung verringern, weil er berücksichtigen muss, dass
die von seinem Fahrzeug ausgehenden Kräfte sein Fahrzeug "überholen" und
dann trotz Herabsetzung der Geschwindigkeit eine Gefahr darstellen
können.

Letztlich liegt es im Ermessen des Schiffsführers zu beurteilen, ob die
von seinem Fahrzeug ausgehenden Wellen und der verursachte Sog eine
Gefahr darstellen können und wann und inwieweit die Geschwindigkeit zu
reduzieren ist.

Wie Sie selbst ausführen, können Fahrzeuge der Überwachungsbehörden
nach § 3.27 bei Nacht und bei Tag das blaue Funkellicht zeigen, müssen
dies aber nicht tun. Der Sinn der Verordnung geht dabei davon aus, dass
diese Fahrzeuge das blaue Funkellicht auch nur dann zeigen, wenn sie
tatsächlich im Einsatz sind.

Soweit § 1.24 Fahrzeuge der Überwachungsbehörden von der Einhaltung der
BinSchStrO befreit, gilt dies nur für den Fall, dass sie hoheitliche
Aufgaben ausüben und unter Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit
und Ordnung. Das bedeutet, dass diese Fahrzeuge auch von
Geschwindigkeitsbeschränkungen befreit sind, so diese bei der
Wahrnehmung der Aufgaben überschritten werden müssten. Auch hierbei
kommt es aber auf den Einzelfall an, zu entscheiden, ob eine damit
einhergehende Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer im Verhältnis zur
Wahrnehmung der Aufgaben gerechtfertigt ist. Auch dies obliegt dem
Ermessen des jeweiligen Schiffsführers. Eine allgemeingültige Festlegung
lässt sich auch hier nicht treffen.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Voxxxx xxxxxx


Voxxxx xxxxx
Referat WS 25
Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung



Ich selber bin erstaunt und natürlich auch erfreut, dass wir bei unseren Veranstaltungsfahrten bislang schon fast immer alles berücksichtigt haben. Die ein oder zwei Kleinigkeiten sollten wir doch noch hinbekommen.
Vor kurzem habe ich erwähnt, es gäbe über den Winter nichts mehr für mich zu tun. Ich korrigiere !!! Werde mich mal mit dem Thema AIs beschäftigen. Denn es ist nicht immer leicht den Namen des vorausfahrenden Binnenschiffes rechtzeitig zu erkennen und immer genau den Flusskilometer im Auge zu haben.
Die zweite Aufgabe heißt: Thema für 2012 suchen, recherchieren, vorbereiten und vortragen.

Gruß Hans, coordination/safety officer Wink Mr. Green
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Warum fahre ich kein Schlauchboot mehr ? ! Weil man muss bei denen alle paar Jahre einen größeren Motor dran machen, damit es überhaupt noch fährt. :-)
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hans
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BeitragNO:1  Verfasst am: So 13 Nov, 2011 09:14    Titel:  Antworten mit Zitat

zur besseren Verständlichkeit habe ich hier mal meine Fragen zu dem Thema "Wellenschlag" aufgeführt.

Gruß Hans


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin ein begeisterter Wassersportler und "Wasserretter" und möchte einfach einmal ein paar Fragen an Sie richten und hoffe, dass Sie meinen Wissensdurst löschen können.

- wie definiert man eigentlich von Seiten des Gesetzgebers den Begriff "Wellenschlag und Sog" bzw. wo liegt die Messlatte für die Vermeidung von Sog und Wellenschlag. In der BinSchStrO spricht man davon, dass man die Geschwindigkeit soweit absenken muss, dass keine Beschädigung an Anlagen und > Fahrzeugen entsteht. Fahre ich mit einem "Gleiter", kann aber die höhere Geschwindigkeit nach meiner Meinung eine Senkung des Wellenschlages bedeuten. Allerdings würde man möglicherweise zeitgleich gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung verstoßen. Fährt man mit vorgemeinten Gleiter sehr langsam, sind auch kleinere Wellen entstanden, aber das Fahrzeug ist ggf. nicht mehr manövrierunfähig. Das darf aber laut BinSchStrO auch nicht geschehen. Wo beginnt also die Gefahr beim Wellenschlag ?

- laut BinSchStrO, 3.27, können sich Einsatzfahrzeuge zu Wasser mit blauem Funkellicht kenntlich machen. Sie dürfen aber auch ohne Kenntlichmachung die BinSchStrO außer Acht lassen, wenn Sie gebührende Sorgfalt zu Sicherheit und Ordnung walten lassen. Heißt das im Klartext, dass ein Einsatzboot, wenn es in einer geschwindigkeitsbegrenzten Zone mit hoher Geschwindigkeit an andere
erholungssuchende Freizeitskipper vorbei fährt, möglicherweise den 1.24 missachtet hat, weil es eine Gefährdung bzw. eine Missachtung der Sicherheit verursacht hat ?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie die oben aufgeführten Punkte kurz erläutern könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Daniels

_________________
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rg3226
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Wohnort: 46147 Oberhausen

BeitragNO:2  Verfasst am: So 13 Nov, 2011 09:20    Titel:  Antworten mit Zitat

Rg 3226 sagt für den nützlichen Hinweis

Danke

Gruß Reiner Wink
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