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Bootsversicherung
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hans
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BeitragNO:30  Verfasst am: So 14 Jan, 2007 21:03    Titel:  Antworten mit Zitat

Helge,
wie macht das den ein Bootsbauer heute, wenn er ein Boot nach CAT C baut ?

Der muss nirgendwo eine Prüfung seiner Sicherheit nachweisen. So steht es in der EU-Sportbooteverordnung. Erst ab B muss er schriftlich nachweisen und Prüf- und Qualitätsnachweise führen.

Sprich, Du und ich bauen ab morgen Sportboote, von mir aus auch mit Scheibe Mr. Green . So wie gehen wir zwei den jetzt vor ? Würfeln wir zwei das Motorgewicht und die PS-Zahl die am Spiegel kommen soll oder wie machen wir es.
Es gibt genügend Kaufleute, nicht böse sein, die kommen auf die besten Ideen. Heute verkaufen sie Radieschen und morgen Schlauchboote und weil es so einfach ist, verkaufen sie morgen auch komplette Boote mit selbstmontierten Motoren dran.
Wie weisen die denn ihre Fachkenntnisse nach.

Und zum Schluss noch einmal der Hinweis. Mein neues Beispiel-Boot kann keiner finden, weil es steht weder Quicksilver, noch Wiking drauf. Wie findest Du das Boot und seine Daten in den Datenbanken. Das Beispielboot trägt mein Typenschild. Nicht das von Wiking oder Quicksilver. Jetzt wo Wolfgang ja hier mitliest,kann ich ja sein "letztes" Boot als Beispiel ansprechen. Was macht er denn mit seinem so schön beschriebenen Boot. Er wollte in den Schläuchen neue Inletts-Schläuche einsetzen. Er wollte den Spiegel tauschen, weil der marode war. So alles klappt. Und jetzt ? Jetzt wirft er sein Boot doch in die Tonne, weil ihn keiner versichert. Nein, Wolfgang müßte den Weg der Konformitätserklärung gehen. In den EU-Richtlinien steht sogar, dass dies entfallen kann, wenn der Selbstbau für sich privat ist. Was machen denn hier die Gutachter und die Versicherer ?
Vorige Woche noch in NDR. Selbstbau von zwei Studenten. Monatelange Zimmererarbeiten. Keine Versicherung ?

Irgendwo ist da noch eine Lücke, die wir vielleicht nicht erkannt haben. Diesmal sage ich ja ausnahmsweise nicht." Ich weiß es, sondern ich glaube." Mr. Green

Hans
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Warum fahre ich kein Schlauchboot mehr ? ! Weil man muss bei denen alle paar Jahre einen größeren Motor dran machen, damit es überhaupt noch fährt. :-)
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Librion
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BeitragNO:31  Verfasst am: So 14 Jan, 2007 21:07    Titel:  Antworten mit Zitat

So Jungs ,

um es zum Abschluß zu bringen - ich werde mich nun nach einem neuen -oder jungen Tohatsu / Mariner / Mercury 30 PS Zweitakt E- Start oder einen 30 ziger Yamaha E- Start ( alles Kurz - bzw . Normalschaft ) umsehen .
Vielleicht existieren tatsächlich Gesetzeslücken - von denen es ja einige geben soll - durch die man schlüpfen könnte ------ aber dennoch habe ich beschlossen , mich mit 30 PS zu begnügen . Sollte sich kein wirklich gutes Ausverkaufsschnäppchen finden , erfreue ich mich weiterhin an meinem 25 ziger !
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Schöne Grüsse !
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hans
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BeitragNO:32  Verfasst am: So 14 Jan, 2007 21:12    Titel:  Antworten mit Zitat

Daniel,

sicherlich eine gute Entscheidung.OK OK

Aber lieber so eine Diskussion, als nur über Menschen herzuziehen. Mr. Green

Morgen werden sich die Versicherungswelt und die Sachverständige mit dem Problem beschäftigen dürfen, ist ja schießlich ein interessantes Thema.
Mr. Green


Hans
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Helge
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BeitragNO:33  Verfasst am: So 14 Jan, 2007 21:39    Titel:  Antworten mit Zitat

Zitat:
rgendwo ist da noch eine Lücke, die wir vielleicht nicht erkannt haben. Diesmal sage ich ja ausnahmsweise nicht." Ich weiß es, sondern ich glaube."
Absolut korrekt, Hans. Sehe ich auch so.

Aber Problem sehe dann, wenn irgendein - vielleicht selbsttitulierter, weil z.Zt. keiner es besser weiß oder kein nachweislich kompetenter vorhanden - SV gefragt wird vom Gericht, und er will die Verantwortung gerade aus besagten Gründen nicht alleine tragen und nun ist auch keiner bereit, einen "Nachweis-Test" durchzuführen, um Belanglosikeit oder vorhandenen Sicherheit nachzuweisen. Also sagt der SV einfach mal so, "war zuviel". Schon muss der Betroffene den Nachweis bringen, es sei doch "sicher" - und nicht umgekehrt der Anders-glaubende bringt Gegenbeweis. Die Versicherung wäscht Hände in Unschuld, obwohl SIE ja vor Versicherungsabschluss auch hätten nachforschen können ... Versicherungs-Beitrag rein "ja -willkommen", aber "Leistung raus" nein danke.

Welche Versicherung ist da großzügig, wenn Sie Chance sieht, einem Zweifel aus dem Weg zu gehen? Evil or Very Mad
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Gruß Helge
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hans
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BeitragNO:34  Verfasst am: So 14 Jan, 2007 22:03    Titel:  Antworten mit Zitat

Hallo Helge,

das sehe ich genauso. Man sieht es ja schon daran, wenn 5 Elektriker über Drehstrommotoren diskutieren. Mr. Green Mr. Green Alles Fachleute und einer oder zwei davon werden vom Richter nach seiner Meinung gefragt. Neutral Crying or Very sad

Aus meiner Sicht/Meinung kann die Versicherung aber nicht zuerst etwas versichern, was sie später nicht mehr wissen will. Denn auch sie hat eine Pflicht zur Kontrolle. Egal wie sie aussieht. Schließlich habe ich ja mit der Angabe der höheren PS-Leistung nicht etwas verschwiegen. Ob es vor Gericht auf Teilschuld rausläuft , mag sein. Aber das ist ja leider das Problem mit den Versicherungen. Man kann sich gegen alles heutzutage versichern, nur nicht gegen Versicherungen. Mr. Green Mr. Green

Das es abhängig ist , von dem SV der gerade vor Ort ist, ist sicherlich richtig. Werde einmal den Kollegen Walusch mit unserem "Problem" bemühen.

Hans
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tino
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BeitragNO:35  Verfasst am: Mo 15 Jan, 2007 10:41    Titel:  Antworten mit Zitat

Hallo zusammen, ich will keines Falles die Versicherungen in Schutz nehmen, jedoch liegt das Problem hier doch etwas anders.
Für jedes KFZ gibt es Typschlüsselnummern, die genau aussagen was ist es für ein Fahrzeug, mit welcher Motorisierung. Sollte nun jemand auf die irre Idee kommen einen größeren Motor in das Fahrzeug einzubauen liegt das klar auf der Hand. Autos werden eben ja auch komplett mit Motor verkauft, bei Booten sieht dies schon anders aus.
Es gibt kein Typschlüsselverzeichnis, daher muß sich der Bootshändler, der Hersteller und der Eigner an die Normen halten und die Boot-Motor-Kombination dementsprechend wählen.
Dem Versicherer werden "nur" die risikobewertenden Faktoren genannt, Bootshersteller, Bootsgröße, Motorhersteller und die KW/PS Zahl.
Unter den derzeitigen Voraussetzungen muß das für die Prämienberechnung/Kalkulation reichen.
Solange es kein Tyschlüsselverzeichnis für Boote gibt, ist es dem Versicherer auch nicht möglich bei Antragstellung zu erkennen ob eine Übermotorisierung vorliegt oder nicht.
Er muß von einer zulässigen Kombination ausgehen. Selbst das WSA und der ADAC z.B. tragen jede angegeben Kombination in die Papiere ein. Da fragt doch auch keinen ob Boot und Motor zusammen passen, wie soll das dann der Sachbearbeiter einer Versicherung erkennen?
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hans
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BeitragNO:36  Verfasst am: Mo 15 Jan, 2007 11:29    Titel:  Antworten mit Zitat

Hallo Tino,

und wie soll das den ein Bootskäufer machen, der ein Boot Baujahr von vor 1998 erwirbt ? Ich habe noch eine KoreaPelle aus den 80er Jahren im Keller. Auf dem Typenschild steht Zuladung 180 kg, ne Nummer und so komische Zeichen. Ich brauche für das Teil eine Versicherung. Mit einem 15 PS Zwietakter fährt das Teil spitze. Mit meinen Kilos spitze 25 km/h.

Kannst Du mir einen Rat geben ? Ich weiß, dass ist jetzt unfair, aber dies Praxis. Versichert die Gothaer, die ......... das Boot jetzt nach meinen Angaben oder nicht ?
In 30 Jahren kommt ein 90 jähriger Koreaner hier ins Forum und sagt: "Um Gotteswillen, da dürfen nur 11 PS dran. " Was tun wir dann ?

Zitate:
Soweit Sportboote, die nach dem 15. Juni 1998 erstmals auf den Markt der Europäischen Gemeinschaft oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum gelangen, zugleich gemäß § 3 Abs. 1 in Verbindung mit § 1 Abs. 1 und 4 der Verordnung über das Inverkehrbringen von Sportbooten vom 18. Dezember 1995 (BGBl. I S. 1936) kennzeichnungspflichtig sind, dürfen sie nur in Betrieb genommen werden, wenn sie mit der CE-Kennzeichnung im Sinne des § 4 Abs. 1 und 2 der vorgenannten Verordnung versehen sind.

2 Sicherheitsanforderungen

Sportboote, Wassermotorräder, unvollständige Boote, Bauteile oder Antriebsmotoren dürfen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn sie den grundlegenden Anforderungen des Anhangs I der Richtlinie 94/25/EG entsprechen und bei bestimmungsgemäßem Betrieb und sachgemäßer Instandhaltung die Sicherheit und Gesundheit von Personen sowie die Sicherheit von Sachen und die Umwelt nicht gefährden.
Nach Kat C keine Prüfungen Anhang VIII der Richtlinie 94/25/EG

3.6. Vom Hersteller empfohlene Höchstlast
Die auf der Herstellerplakette angegebene, vom Hersteller empfohlene Höchstlast (Kraftstoff, Wasser, Proviant, verschiedene Ausrüstungsgegenstände und Personen) in Kilogramm, für die das Boot konzipiert wurde, wird gemäß der Auslegungskategorie (Nummer 1), der Stabilität und dem Freibord (Nummer 3.2) sowie dem Auftrieb und der Schwimmfähigkeit (Nummer 3.3) bestimmt.

Richtlinie 94/25/EG Pkt. 3.6 unter FESTIGKEIT UND DICHTIGKEIT, BAULICHE ANFORDERUNGEN

2.1. Kennzeichnung des Bootskörpers
Jedes Boot ist am Bootskörper mit einem Kennzeichen zu versehen, das folgende Angaben enthält:
- Code des Herstellers,
- Herstellungsland,
- bootstypische Seriennummer,
- Jahr der Herstellung,
- Modelljahr.
Richtlinie 94/25/EG Pkt. 2.1 unter FESTIGKEIT UND DICHTIGKEIT, BAULICHE ANFORDERUNGEN

2.2. Herstellerplakette
Jedes Boot muß eine dauerhaft und getrennt von dem Kennzeichen des Bootskörpers angebrachte Plakette mit folgenden Angaben aufweisen:
- Name des Herstellers,
- CE-Kennzeichnung (siehe Anhang IV),
- Kategorie der Bootsauslegung gemäß Nummer 1,
- vom Hersteller empfohlene Höchstlast gemäß Nummer 3.6,
- Zahl der nach der Empfehlung des Herstellers während der Fahrt an Bord zulässigen Personen.

Richtlinie 94/25/EG Pkt. 2.2 unter FESTIGKEIT UND DICHTIGKEIT, BAULICHE ANFORDERUNGEN

(3) Folgende Wasserfahrzeuge fallen nicht in den Geltungsbereich dieser Richtlinie:
a) ausschließlich für Rennen bestimmte und vom Hersteller entsprechend gekennzeichnete Wasserfahrzeuge, einschließlich Rennruderboote und Trainingsruderboote;
b) Kanus und Kajaks, Gondeln und Tretboote;
c) Windsurfbretter;
d) motorbetriebene Surfbretter, Wasserskooter und ähnliche Wasserfahrzeuge;
e) Originalfahrzeuge und vorwiegend mit Originalmaterialien angefertigte und vom Hersteller entsprechend gekennzeichnete einzelne Nachbauten von vor 1950 entworfenen historischen Wasserfahrzeugen;
f) Versuchsboote, solange sie nicht auf dem Gemeinschaftsmarkt in Verkehr gebracht werden;
g) für den Eigengebrauch gebaute Boote, solange sie während eines Zeitraums von fünf Jahren nicht auf dem Gemeinschaftsmarkt in Verkehr gebracht werden;

Zitat Ende:


In der gesamten Richtlinie finde ich keine Angabe wonach ich die PS Zahl auf der Herstellerplakette/Typenschild angeben muss. Das wird aber Arbeit für den Versicherungs-Sachverständigen und ob der Richter noch lacht, wenn ihm die Richtlinie 94/25/EG und eine entsprechende Konformitätserklärung vorliegt, mag ich bezweifeln. Denn auch für den Sachverständigen besteht eine Holschuld in Sachen Informationspflicht.


Aber keine Sorge, wir trinken demnächst trotzdem einen Kaffee miteinander.

Gruß Hans
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BeitragNO:37  Verfasst am: Mo 15 Jan, 2007 13:38    Titel:  Antworten mit Zitat

Hallo Tino,

ich war heute so frei und habe einmal ein großes Versicherungsunternehmen mit unserem Problem beschäftigt.

Habe genau geschildert was ich vorhabe. Ein Boot was lt. Herstellerangabe mit nur 50 PS bestückt werden darf, ich aber mit 60 PS bestücken und versichern möchte. Das Gewicht des Motors mit den 60 PS würde dem Gewicht eines 50 PS Motors entsprechen.
Dann kam noch die Frage, ob die PS Angelegenheit jetzt oder später im möglichen Versicherungsfall ein Problem wäre.

Die Antwort:
Sehr geehrter Herr Daniels,
vielen Dank für Ihr Interesse an einer XXXXXXXXXXX Wassersport-Versicherung.

Die Bootshaftpflicht-Versicherung kostet für Ihr Boot bis 50 PS
Deckungssumme : 3.000.000 Mio. Personen- und Sachschäden
100.000 Vermögensschäden

55,93 Euro inkl. Versicherungssteuern. Ab 51 bis 80 PS 72,59 Euro

Deckungssumme: 4.000.000 Mio. Personen- und Sachschäden
100.000 Vermögensschäden

67,83 Euro inkl. Versicherungssteuern. Ab 51 bis 80 PS 88,06 Euro

Der Beitrag ist unabhängig vom Gewicht. Bei unserer Gesellschaft versichern wir nach PS.

Mit freundlichen Grüßen


Ich habe den Namen weggenommen, weil ich persönlich glaube, dass es kein Einzelfall sein wird. Fair wollte ich bleiben. Teile Dir aber gerne via Mail die Gesellschaft mit.
Obwohl sie genau wissen was ich vorhabe (wenn es denn verboten wäre), würden sie mir eine Versicherung geben. Mad Meine Anfrage ging nicht an einen ehrenamtlichen Versicherungsvertreter, sondern an die Hauptverwaltung.

Das ist sicherlich ein genauso so starkes Stück, was sicherlich im Streitfall auch den gerichtlichen Weg finden würde. Aus meiner Sicht wäre es dann arglistige Täuschung und unlauteren Wettbewerb.

Gruß Hans
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tino
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BeitragNO:38  Verfasst am: Mo 15 Jan, 2007 14:14    Titel:  Antworten mit Zitat

Hans, nichts anderes habe ich gesagt. Bei der Kalkulation der Prämie ist nur die KW/PS-Zahl von Belang.

Nicht das Gewicht und auch sonst nichts weiter. Ob du einen Klotz von AB an ein Boot schraubst welches unter der Last zusammenbricht ist allein dein Problem, bzw. das des Eigners

Wenn du jedoch auf Grund deines wissentlichen Fehlverhaltens jemanden Schaden zufügst, ist es auch dein Problem. Weil du grob Fahrlässig gehandelt hast und deiner Verpflichtung als Führer eines Kleinfahrzeuges, dich zu überzeugen ob das Kleinfahrzeug technisch in Ordnung ist und den Bestimmungen entspricht, nicht nachgekommen bist. Oder es hast billigend in Kauf genommen.
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BeitragNO:39  Verfasst am: Mo 15 Jan, 2007 15:17    Titel:  Antworten mit Zitat

.... habe ich ja auch gar nicht angezweifelt. Unsere unterschiedliche Auslegung der Richtlinie ist das Problem.
Du siehst es aus Sicht der Versicherung und ich als CE Mann.

Nur das eine Versicherung dir etwas anbietet und auch abschließen würde, obwohl sie aufgrund der erworbenen Kenntnisse es hätte ablehnen müssen, ist in meinen Augen Betrug. So wie ich von einem Händler erwarte, dass er mich auf mögliche Probleme hinweist, so verlange ich das auch von einer Versicherung. Diese große Versicherung hätte, obwohl sie alles gewusst hat ( sie wurde ja ausführlich informiert - sie musste in keine Datenbanken suchen, Prospekte wälzen oder ähnliches), einen Vertragabschluss zugestimmt. Mad Mad Mad Mad Mad jetzt kommt genau der Pkt. den ich persönlich bei Versicherungsgesellschaften hasse.
Abschlüsse ja und sofort, im Versicherungsfall kneifen und sich hinter den Denkmäntel von Gericht und Sachverständige verstecken. Vorteil, es sind alle Gesellschaften irgendwie gleich. Evil or Very Mad

Hans
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BeitragNO:40  Verfasst am: Mo 15 Jan, 2007 15:24    Titel:  Antworten mit Zitat

tino hat Folgendes geschrieben:
Wenn du jedoch auf Grund deines wissentlichen Fehlverhaltens jemanden Schaden zufügst, ist es auch dein Problem. Weil du grob Fahrlässig gehandelt hast und deiner Verpflichtung als Führer eines Kleinfahrzeuges, dich zu überzeugen ob das Kleinfahrzeug technisch in Ordnung ist und den Bestimmungen entspricht, nicht nachgekommen bist. Oder es hast billigend in Kauf genommen.


Hallo Tino,
das wäre ja noch zu klären. Der Hinweis auf die PS Zahl ist kein Bestandteil einer Bestimmung. In der EU Richtlinie, die ich oben zitierte, ist nur von Masse die Sprache.
Das ich also fahrlässig gegen eine Bestimmung verstosse sehe ich nicht. Sei es es stände in den Versicherungsbedingungen.
Laut EU Recht nur Masse, sprich Gewicht.

Also gegen welche von Dir benannte Bestimmung verstosse ich, wenn ich anstatt 50 die 60 PS dran hänge ? Das Boot ist technisch in Ordnung und entspricht aus meiner Sicht den in EU gelten Richtlinien.

Gruß Hans
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BeitragNO:41  Verfasst am: Mo 15 Jan, 2007 15:44    Titel:  Antworten mit Zitat

Hans es steht eindeutig in den Unterlagen des Herstellers (Eignerhandbuch) und auf dem Typenschild.
(zumindest bei meinem Boot) dort steht geschrieben max. motorisierbar 45PS.

http://wiking-schlauchboote.de/det/tech/draco.pdf

Also wem will ich weiß machen ich hätte es nicht gewußt und wenn, "Nichtwissen" schützt vor Strafe nicht
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BeitragNO:42  Verfasst am: Mo 15 Jan, 2007 17:59    Titel:  Antworten mit Zitat

Hallo Tino,

ich hatte gerade versucht dich telefonisch zu erreichen.

1. es steht nicht auf allen Typenschildern die PS Angabe, weil es gesetzlich nicht verlangt wird.
2. ich habe von einer Neutypisierung gesprochen. Danach ist das Wiking kein Wiking mehr.
Es mag bei Wiking überall draufstehen, aber es ist eine freiwillige Angabe des Herstellers. Schaue dir bitte die EU-Richtlinie der Sportbootverordnung an, da steht drin was drauf stehen muss.

Ich hatte gerade ein sehr nettes telefonisches Gespräch mit einem Mitarbeiter von einem bekannten Yachtversicherer aus Hamburg. Auch er ist der Meinung das die Angabe dort eine Herstellerempfehlung und keine gesetzliche Angabe ist. Auch er empfohl eine schriftlichen Fixierung im Antrag/Police, damit der Versicherer nicht auf Unwissenheit tun kann.
Ich mache jetzt keine Werbung für die Leute, aber wer es wagen möchte, kann ja dort einmal nachfragen.

Gruß Hans
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Thomas
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BeitragNO:43  Verfasst am: Mo 15 Jan, 2007 18:35    Titel:  Antworten mit Zitat

Hallo Hans,

mit einer selbsterstellte Konformitätserklärung in Falle eines Sportbootes habe ich aber nun schon ein Problem.

Dies ist letzendlich nur ein Stück Papier, welches nach einer Konformitätsbewertung ausgestellt wird. Diese Bewertung bestätigt, daß das Objekt spezifizierte Eigenschaften aufweist und die Spezifikation erfolgt bei bestimmten Produkten durch Normen und kann nicht frei gewählt werden.

Das Prüfen gewisser Eigenschaften sowie der Prüfumfang ist sogar je nach Gefahrenpotential des Produktes auf benannte Stellen zu übertragen - also unter Umständen darf man selber gar nicht prüfen!

Benannte Stellen werde nur durch die ZLS (Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik) akkreditiert.

Auch sei mal dahingestellt, in wie weit eine Privatperson Tests wie z. B. Klimawechsel, Crashtest (z.B. Automobilbranche) oder Prüfung von Materialeigenschaften (Zugfestigkeit, Berechnung von Tragfähigkeiten) durchführen kann. Auch ist die Dokumentationspflicht und Produkthaftung zu erwähnen

Hier steht nun die Frage im Raum, wie groß das Potential bei einem Boot ist - meiner Meinung nach, da es sich auf öffentlichen Verkehrswegen bewegt HOCH!

Wir reden hier ja nicht von einem Poster oder Radiergummi (mir fällt nichts simpleres ein), sonder von einem Fahrzeug, das auf Schifffahrtsstraßen unterwegs ist.

Deshalb bin ich der Meinung, daß es trotz deiner fundierten und richtigen Zitate einen Ermessensspielraum gibt und ein Sportboot mit 40 PS nicht mehr als potentiel ungefährlich eingestuft wird.

Dies wird dann bei einem Schadensfall zum Bumerang (Produkthaftung!).
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Gruss Thomas
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BeitragNO:44  Verfasst am: Mo 15 Jan, 2007 19:45    Titel:  Antworten mit Zitat

Hallo Thomas,
nehme Dir einmal die Richtlinie 94/25/EG.

In der Cat C "küstennah" sind keine Prüfung erforderlich.
Erst ab B werden sie so gefordert, wie in der Automobilindustrie. In der selbigen steht genau drin, wie Schlauchboote auszusehen haben wenn sie im EU Raum in Verkehr gebracht werden sollen. Es steht auch drin was auf dem Typenschild zu stehen hat. Das ist nicht meine Interpretation, sondern es steht dort schwarz auf weiß. Noch nicht einmal wie so oft gummihaft.

http://www.vis.bayern.de/technik/fachinformationen/produktgruppen/sport_freizeit/sportboote.htm#Typenschild%20des%20Bootes

Den gesamten Text habe ich jetzt nicht hier. Kann ich aber morgen verlinken.

Das mit dem eigenen Konformitätserklärung war ein Beispiel. Denn Du weißt als Qualitätsmann das jeder der ein Teil baut und in Verkehr bringt, eine solche Erklärung zu erstellen hat. Ich habe auch oben bereits genannt, dass er alle Pflichten übernehmen muss. Wer also so ein Teil unterschreibt, egal ob er als Beauftragter eines Betriebes oder als Hersteller macht , haftet. Das habe ich oben benannt.

Noch einmal kurz benannt:

- Ich habe nicht erwähnt, dass eine Konformitätserklärung für den Unterzeichner keine Folgen haben kann
- das jeder Inverkehrbringer eine Konformitätserklärung erstellen muss.
- habe erwähnt, dass die PS Angabe nicht gesetzlich pflichtig ist
- das lt. Richtlinie 94/25/EG die max Beladung auf dem Typenschild stehen muss
- das die Richtlinie 94/25/EG im EU Bereich zur Anwendung kommt
- das es nach meinem heutigen Kenntnisstand Versicherung gibt, die das Risiko bewusst versichern
- das man einem immer Fahrlässigkeit vorwerfen kann, aber es auch begründet werden muss.

Habe ich was vergessen ?

So ich höre aber jetzt auf. Da man mir ja zwischenzeitlich schon Befangenheit vorwirft.
Mr. Green Mr. Green

Hoffentlich haben jetzt alle den Originalpropeller oder einen durch Herstellererklärung freigegebenen Propeller auf der Narbe. Denn auch hier ist eine sicherheitsrelevante Veränderung - mehr Schub, mehr Geschwindigkeit- vorgenommen worden. CE erlischt, Konformitätserklärung ungültig, also im Fahrlässigkeit. Fragt mal den Chef oder den CE Beauftragten von Mercury, Honda, Yamaha....................


Gruß Hans
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