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vor Binnenschiffe kreuzen
 
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hans
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BeitragNO:0  Verfasst am: Di 14 Okt, 2014 22:42    Titel: vor Binnenschiffe kreuzen  Antworten mit Zitat

Hallöchen,

bald beginnt die Zeit wieder vor dem Kamin oder unter der Kuscheldecke und deshalb noch mal ein Thema zum Nachdenken.

Wir kreuzen ja schon mal gerne vor den Binnenschiffen. Es gab zwar schon oft den Hinweis, immer so, dass wir den Steuerstand des Schiffes sehen müsste reichen. Aber ich möchte das mal intensiver aufgreifen.

Was fährt so ein Binnenschiff auf Rhein, Mosel und Main ? Klar unterschiedlich, also nehmen wir mal 10 km/h im Durchschnitt an.
Das heißt im Klartext ca. 170 m in einer Minute, also in drei Minuten ist der 510m weiter. Einen halben Kilometer nach 3 Minuten. Klar, wir machen in einer Minute 1666 m. Laughing Also keine Gefahr. Embarassed Was ist aber, wenn der Motor streikt (kein Sprit mehr, Leitung verstopft, Filter zu, Motordefekt,.................)
Drei Minuten = 510m. In weniger als drei Minuten habe ich dann Zeit das Schallsignal für Not oder Manövrierunfähigkeit zu geben. Ach, wie war das noch. Vier kurze Töne oder fünf kurze Töne, oder besser sechs und mehr Töne ? Wo ist die rote Fahne zum im Kreisdrehen ? Vielleicht besser auf Kanal 10 Mayday oder Securite rufen ? Lieber die Besatzung evakuieren ? Gebe ich die Rettungswesten aus ? Wo sind die überhaupt ? Paddeln ? Reparieren ? Viele Überlegung in möglichen drei Minuten. Anhalten oder ausweichen wird er nicht können. Er gibt vermutlich ein sehr langes und lautes Signal.

Drei Minuten sind unheimlich schnell um, wenn man im Stress ist. Möchte doch keiner mir erzählen, dass er keinen Stress hat, wenn so ein 2.618,739 to Riese auf einen zu rollt. Laughing



Vielleicht denkt der ein oder andere ja mal darüber nach, wenn jetzt die kalte Jahreszeit beginnt. In der Saison 2015 schaue ich mir dann wieder an, wem ich zum Nachdenken (ähnlich wie damals mit der Ladungssicherung) angeregt habe.. Wink

Gruß Hans
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Torsten
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BeitragNO:1  Verfasst am: Mi 15 Okt, 2014 21:48    Titel:  Antworten mit Zitat

Hans, ein großes Thema,
habe ich in Philippsburg für mich wieder gesehen...
Ich überhole Binnenschiffer an Steuerbord und während der Vorbeifahrt zieht er nach Steuerbord, das Fahrwasser wird immer enger (Buhnen) und ich muss sehr früh nach Backbord drehen. Ob er mich die ganze Zeit sehen konnte?
Und zwei weitere Boote noch hinter mir...

Da ist es nicht immer leicht richtig zu entscheiden.
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Gruß Torsten

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hans
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BeitragNO:2  Verfasst am: Do 16 Okt, 2014 08:13    Titel:  Antworten mit Zitat

Torsten korrekt.
In einer Gruppenfahrt sowieso !!!!!!!!!!! Die Gruppendistanz ist dort ja auch sehr groß. Da werden es ja mal schnell 500 - 2000m und davon macht der Rhein ja schon stellenweise 50- 180 m/min. Das Situtationsmoment zwischen Führungsboot, mittlerem Boot und Besenboot ist dort immer völlig anders. Die Pflichtbreite auf dem Rhein ist 150 m und die Tiefe mind. 2,50 m. Das größte Binnenschiff auf dem Rhein hat nach meinem Wissen derzeitig bereits ca. 25m lichtes Maß. Zwei, drei und dann noch die die Vieser mit 2 m und noch die Sogfläche (von allen- auch die große kämpfen damit) eingerechnet, dann wird es eng.
Außerhalb der Fahrrinne kann immer was sein, nicht nur Buhnen. Jacky hat in ihrer WSA-Woche alleine zwei Bergungen (Eisenteile, Felsbrocken) gehabt und das auf 20 km Rheinlänge. Die wurden nicht extra reingeworfen, damit sie baggern konnte. Laughing

Phillispburg = Rhein. Ich müsste jetzt nachschauen ob Du überhaupt hättest Steuerbord überholen dürfen. Auf dem Rhein, der Bundeshauptwasserstrasse, gibt es dafür zahlreiche Regeln.
Ich weiß jetzt kommt wieder der Spassverderber. Mr. Green Wink
Hast Du denn das Binnenschiff über Funk von Deinem Vorhaben informiert ? Wenn nein, dann ein möglicher Verstoss gegen die RSPV. " Im übrigen in der RSPV wird zwischen groß und klein nicht unterschieden, sondern alles ist ein Fahrzeug. a) „Fahrzeug“ ein Binnenschiff, einschließlich Kleinfahrzeug und Fähre sowie schwimmendes Gerät und Seeschiff; Heißt der Große ist das Selbe wie die Vieser, Meteor, Komet, Hille, oder das Titan. Gleiche Regeln, bis auf die wenigen Ausnahmen !

Ich weiß was jetzt gedacht wird, aber der Rhein hat eigene Gesetze. Vom Signal geben bis hin zur blauen Tafel. Die ja noch was ganz besonderes darstellt.
Bin ja ehrlich die RSPV ist nicht meine Bettlektüre, daher nicht sattelfest, öööhh steuerfest. Ich lese da eher meine Reviere. Zur Zeit die Havel. Mr. Green Wink

Ende 2013 gabe es auch wieder zahlreiche Änderung in der RHEINSCHIFFFAHRTSPOLIZEIVERORDNUNG. Auch zu einem beliebten WSC Thema. Wink

Gruß Hans
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hans
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BeitragNO:3  Verfasst am: Do 16 Okt, 2014 14:23    Titel:  Antworten mit Zitat

Laughing da flattert doch so eine kleine Anfrage auf meinem Schreibtisch. Wink Dabei darf ich doch keine Rechtsberatung geben. Ok, machen wir mal eine Schulungsmassnahme draus. Very Happy

Die Frage, wie ist das mit dem Überholen, Begegnen und der blauen Tafel auf dem Rhein.

Die erste Antwort wäre. Zuerst informieren und dann fahren, so hat man es schon in der Führerscheinschulung/-prüfung "Binnen" gelernt. Cool Aber das möchte ja keiner hören. Habe also mal gestern Abend die RheinSchPV gelesen und die nicht verständlichen Punkte heute mit der Waspo NRW abgeklärt.

................ein Sportboot mit Maschinenantrieb (Außenborder 50 PS o.ä.) (ich hatte 50- 250 PS angegeben ) ist kein schnelles Schiff im Sinne der RheinSchPV. Damit sind sog. Großfahrzeuge wie Schnellfähren, Tragflügelboote oder größere Luftkissenfähren gemeint.
Im Ergebnis sind Sie mit einem Kleinfahrzeug / Sportboot allen anderen Fahrzeugen (die kein Kleinfahrzeug sind, gemeint sind: Länge größer/gleich 20 m) ausweichpflichtig bzw. müssen diesen Fahrzeugen den zum Manövrieren erforderlichen Raum lassenalso immer ausweichen! ,
Dabei müssen Sie deren ggf. gesetzte blaue Tafel nicht beachten; können also die Seite, die
sie zum Ausweichen bestimmen, frei wählen.

Damit sind wir wieder beim Thema, wir Sportbootfahrer sind nur Gäste auf der Bundeswasserstrasse Rhein und müssen alles erdenkliche tun, um die Berufsschifffahrt nicht zu stören, nicht zu behindern oder nicht zu gefährden. Die Sache wird vermutlich bei fast allen Handlungen dahin enden, dass die Sportbootfahrer den kürzeren ziehen. Ganz ehrlich die Sache mit der blauen Tafel sehe ich anders als die Waspo. In der RheinSchPV. wird nur von Fahrzeugen, Tal- und Bergfahrern gesprochen. Die einzige Ausnahme zur Nichtbeachtung der blauen Tafel wären die schnellen Schiffe, aber zu denen zählen wir laut Waspo nicht. Cool Da sieht man wieder wie auslegungsfähig die Gesetze sind.

An dieser Stell noch mal vielen Dank an Thomas Worringer, Leiter WSP-Wache Duisburg, PP Duisburg | Direktion Wasserschutzpolizei NRW für die sehr schnelle Information.

Gruß Hans
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Torsten
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BeitragNO:4  Verfasst am: Do 16 Okt, 2014 19:28    Titel:  Antworten mit Zitat

Hallo Hans,

ein paar Sachen hast Du ja schon beantwortet.

hans hat Folgendes geschrieben:

Phillispburg = Rhein. Ich müsste jetzt nachschauen ob Du überhaupt hättest Steuerbord überholen dürfen.

Ja, darf/durfte ich

hans hat Folgendes geschrieben:

Hast Du denn das Binnenschiff über Funk von Deinem Vorhaben informiert ?

Nein, muss ich nicht, u.a. da auch keine Ausrüstungspflicht Funk besteht.

hans hat Folgendes geschrieben:

Im übrigen in der RSPV wird zwischen groß und klein nicht unterschieden, sondern alles ist ein
Fahrzeug. a) „Fahrzeug“ ein Binnenschiff, einschließlich Kleinfahrzeug und Fähre sowie schwimmendes Gerät und Seeschiff;

Die Definition Fahrzeug stimmt schon, aber danach wird weiter differenziert.
Blaue Tafel z.B. gilt nicht für Kleinfahrzeuge (in D, in NL zu beachten!) da diese durch den Talfahrer dem Bergfahrer gegenüber erwidert werden muss. Wenn dies z.B. für Kleinfahrzeuge gelten sollte, müsste ja die blaue Tafel mit Funkellicht Ausrüstungspflicht sein.
Die Definition eines schnellen Schiffes ist in der RheinSchPV recht eindeutig beschrieben, so sehr Auslegungssache ist das somit nicht. (Meine Meinung)
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hans
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BeitragNO:5  Verfasst am: Do 16 Okt, 2014 20:51    Titel:  Antworten mit Zitat

Torsten hat Folgendes geschrieben:

Blaue Tafel z.B. gilt nicht für Kleinfahrzeuge (in D, in NL zu beachten!) da diese durch den Talfahrer dem Bergfahrer gegenüber erwidert werden muss. Wenn dies z.B. für Kleinfahrzeuge gelten sollte, müsste ja die blaue Tafel mit Funkellicht Ausrüstungspflicht sein.


Muss nicht unbedingt. Man könnte auch damit auslegen, dass wir immer nur rechts fahren dürften. Die Tafel muss ja nur gezeigt werden und damit vorhanden sein, wenn ich so zusagen Geisterfahrer spielen möchte.
Aber dies ist ja zum Glück nicht so. Wink Mr. Green

Das Wort Fahrzeug wird aber sehr mager weiter definiert. . Beim "ab" des 1.01. hast Du natürlich recht, da ist definiert was schnell auf dem Rhein ist. Laughing Mal sehen wann der erste behauptet dass sein Schlauchboot ein Luftkissenboot ist. Laughing

Aber da sieht man wie genau man diese Verordnungen lesen muss, damit man die notwendigen Revierinformationen bekommt. Hast Du sie heute auseinander gepflückt ?

Gruss Hans
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BeitragNO:6  Verfasst am: Fr 17 Okt, 2014 07:44    Titel:  Antworten mit Zitat

hans hat Folgendes geschrieben:
Laughing Mal sehen wann der erste behauptet dass sein Schlauchboot ein Luftkissenboot ist. Laughing


Hans.... Laughing Laughing Laughing
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